Mein Fuhrpark

Inzwischen nenne ich drei Maschinen meine Eigen und ich kann auf keine verzichten!

Zum Ersten wäre da meine W6 N3300 exclusiv. Sie bietet mir ein unglaublich gutes Prei-/Leistungs-Verhältnis. Ich habe sie nun mittlerweile vier Jahre, also fast von Anfang an. Sie ist Computergesteuert und bietet eine Vielzahl an Zierstichen. Dies war auch ursprünglich der Kaufgrund für diese Maschine. Inzwischen habe ich mein Nähen sehr verändert und weiterentwickelt. Zierstiche sind für mich inzwischen fast überflüssig. Ich habe für mich festgestellt, dass ich nicht Patchworke oder großartig mit Zierstichen arbeite. Ich mag es eher schlichter. Die W6 3300 ist solide und hat mich auch bei dicken Stofflagen noch nie im Stich gelassen. Seien es Handtaschen, Lederpuschen oder Jeans, bisher ging alles. Ich muss natürlich Fairerweise dazu sagen, das ich mir das ein oder andere Zubehör dazu gekauft habe. Gerade für Leder oder Dicke Stoffe hilft mir der Teflonfuß und der Obertransportfuß sehr. Gerade bei Jersey ist ein sauberes Nahtergebnis  ohne Obertransportfuß nicht möglich.  Mein „altes“ Modell hat noch keine Verstellbaren Nähfüßchendruck und auch keine Stickanschluss. Inzwischen ist das Standard, ich kann aber über diese Funktionen nichts sagen. Früher oder später werde ich allerdings über den Kauf einer neuen Nähmaschine nachdenken. Aus dem einfachen Grund, dass meine Anforderungen stetig steigen. Ich bin sehr penibel in der Verarbeitung meiner Nähwerke und möchte einfach noch schneller, noch hochwertigere Verarbeitung erreichen, ohne groß Tricksen oder probieren zu müssen. Das schaffe ich nur mit einem Transport aus einer Industriemaschine, oder ähnlichem. Bis zum Kauf wird aber noch der ein oder andere Tag vergehen. Denn der Kaufpreis dieser Maschinen liege weit im dreifachen Bereich der W6.

Als Zweites folgt meine Overlockmaschiene aus dem Hause Singer. Hochwertiges nähen ist ohne Overlock absolut undenkbar! 😉 Nun möchte sicher Einer sagen, eine Singer ist ja Müll. Ja leider kann ich nur ganz subjektiv und aus meinen Erfahrungen sagen, auf die neueren Modelle vom Discounter trifft das zu.

( Hier ein Kleiner Tip am Rande: bitte bitte kauft euch keine „billig“ Maschine beim Discounter spart lieber noch ein Paar Euro und kauft etwas Hochwertigeres! Ich hatte schon viele verzweifelte Mädels im Nähkurs, die mit diesen nicht klar gekommen sind, oder bei denen die Maschine binnen kurzer Zeit den Geist aufgegeben hat….)

Zurück zum Thema: bei meiner Singer Ultralock handelt es sich um eine Erbstück von meiner Oma, welches ca 20.Jahre auf dem Buckel hat. Man sieht es ihr nur nicht an…hat sich gut gehalten die Dame… 😉 Das liegt wohl daran, dass ich sie erst kürzlich aus ihrem  sehr laaaaangen Dornröschenschlaf geweckt habe. Meine Oma hatte sie nach dem Kauf nur einige wenige Male benutzt und dann über Jahrzehnte gut eingepackt im alten Arbeitszimmer stehen. Man sieht ihr die gute Verarbeitung auch an! Sie besitzt kaum Plastik, lediglich das vordere Gehäuse ist Kunststoff, der Rest ist aus Metall. Dies macht sie robust und auf Grund ihres Eigengewichtes auch sehr leise. Meine Ultralock rattert und surrt über alles drüber, verschiebt mir kaum ein Nahtende, auch wenn es an Einfassungen mal dicker wird. Ein sehr großes Plus für mich! Der einzige Währmutstropfen dürfte sein, dass sie aufgrund des Alters, noch mit einem heute unüblichem Nadelsystem arbeitet und ich wenn ich mal einen Rollsaum nähen möchte….. kommt in 100 Jahren gefühlt 1x vor…., eine andere Stichplatte einsetzen muss. Aber aktuell finde ich die Nadeln noch im Internet und habe mich sicherheitshalber auch mal bevorratet man weiß ja nie.

Bis vor kurzem habe ich eine Overlock  N454 von W6 gehabt und finde sie genauso gut wie meine W6 N3300 exclusiv. Sie ist solide, für Anfänger gut zu bedienen und bietet, mit einem vergleichsweise günstigen Preis, alles was man so braucht! Ich habe sie nur, zum einen aus sentimentalen Gründen und zum anderen wegen der altmodischen hochwertigen Bauweise der Singer ersetzt.

Das neuste Mitglied in meine Fuhrpark-Familie ist eine Elna Easycover der neusten Generation. Wir lernen uns im Moment zwar noch kennen, aber bisher bin ich unglaublich begeister! Bevor ich mich für die Elna entschieden habe, habe ich ausführlich getestet, Stoffe gecovert, Rädchen gedreht und sie vor fast unlösbarer Materialien gestellt. Bisher hatte ich keinen einzigen Fehlstich! Das Einfädeln ist einfach ( es gibt ja nur den Greifer, den man zum Einfädeln nach vorne klappt und drei Ösen) bei den herkömmliche Ovis dauert das deutlich länger! Da ich sie auf einer Messe direkt bei Elna gekauft habe, habe ich zusätzlich zum Standardzubehör die Flexible Saumführung und eine kleinen Nadelvorrat bekommen.

Das Standartzubehör ist sicher und ordentlich in einer Dose verpackt und umfasst neben den nötigen Schreubendrehern und den Garnnetzten, eine Pinzette ein Nadeleinfädler, die kleinen weißen Schrauben für den Bandeinfasser und ein Päckchen Spezialnadeln von Schmetz. Da sie bei der Lieferung direkt eingefädelt war, konnte ich gleich loslegen.

Ohne weitere Vorkenntnisse habe ich direkt meine ersten beiden Teile ausgiebig mit der Cover verziert. Ich konnte alles in Grundeinstellung nähen und habe ein sehr sauberes und ansprechendes Ergebnis erhalten. Im übrigen funktioniert fast alles bei der Elna in Grundeinstellung und ich muss nicht immer lästig an Rädchen drehen. Lediglich mit dem Bandeinfasser muss man ein wenig üben. ( das erzähle ich aber nochmal gesondert)

Ich liebe im übrigen den Klarsichtfuß, welchen ich mir direkt mit der Maschine gekauft habe. Ich nutze ihn bisher für alles was ich covere. Außerdem hat mich der Große Durchlass, die leise aber runde Arbeitsweise und das punktgenaue Bedienen überzeugt. Naja und natürlich die Optik.

Wer möchte kann ja auch mal Hier über die Vorzüge der Elna nachlesen.

 

 

 

4 Comments

  1. Zitat: “ Hochwertiges nähen ist ohne Overlock absolut undenkbar! „.
    Das ist absoluter Blödsinn. Für eine Hobbyschnei-derin ist eine Overlock nicht unbedingt notwendig. Overlocker sind Maschinen mit denen das industrielle Herstellen von Bekleidung in großen Stückzahlen erfolgt – kaum etwas das man zu Hause tut. Overlock-Nähte sehen nicht hochwertig aus, sondern sind Zeichen billiger industrieller Massenproduktion.
    Hochwertiges Nähen, wie z.B. in der Haute Couture, macht man mit der Nähmaschine und vor allem mit der Hand. Die Haute Couture benutzt keine Overlocker.
    Stretch lässt sich übrigens mit modernen Nähmaschinen hervorragend verarbeiten. Das Nähen und Tragen von Stretch-Kleidung, nur nebenbei, hat allerdings niemals etwas hochwertiges – eher etwas gewöhnliches.
    Wer sich aber zu Hause stretchige Massenkonfektion in großen Stückzahlen nähen will oder gewerblich tätig ist, für den kann sich eine Overlock lohnen.
    Aber mit „hochwertig Nähen“ hat eine Overlock nun wirklich nichts zu tun.

    1. Liebe LaDivellina,
      ich freue mich, dass du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. Danke für deinen Beitrag zu meiner Sichtweise des Nähens mit der Overlockmaschine. Zunächst möchte ich anmerken, dass es sich bei allem was ich auf diesem Blog schreibe um meine persönliche Sichtweise und Erfahrung handelt. Natürlich sind meine Erfahrungen nicht für alle gleichermaßen annehmbar oder gar überzeugend.
      Dennoch soll es gerade auch dafür auf meiner Seite eine Plattform, in Form der Kommentarfunktion geben. Wir ganzen „Nähmädels“ (wie man uns gerne nennt) können uns letztlich ja nur durch Erfahrungsaustausch und konstruktive Kritik am eigenen Werk weiter entwickeln.
      Aus diesem Grund antworte ich dir nun ausführlich und erkläre dir meine Sicht der Dinge zum Thema „hochwertiges Nähen mit der Overlock“.
      Welche Art der Verarbeitung für einen selber letztlich die richtige ist, ist Auslegungssache.
      Ich persönlich schreibe nicht über die Verarbeitung von Haute Couture, sondern mir geht es darum meine Erfahrungen im Bereich des Nähens von Kinderkleidung und alltagstauglicher Erwachsenenkleidung zu teilen.
      Als Mama von drei Kindern, ist es mir daher wichtig, dass unsere Kleidung aus nachhaltigen Materialien fair hergestellt wurde und vor allem robust ist. Diese Eigenschaften beziehe ich in das Wort „hochwertig“ mit ein.
      Ich kaufe bevorzugt in Deutschland produzierte Stoffe oder achte zumindest auf die Zertifizierungen der Stoffe, welche ich kaufe (hGOTS beispielsweise – genauere Informationen zu GOTS findet man im Internet genug).
      Natürlich ist ein Stretchstoff entsprechend seiner Eigenschaften durchaus hervorragend geeignet um alle Anforderungen zu erfüllen, die ich an robuste Kinderkleidung stelle. Diese lässt sich selbstredend mit einer normalen Nähmaschine gut verarbeiten. (Auch wenn es hier eventuell ebenfalls Einschränkungen bei der Wahl der Maschine gibt – führt aber hier jetzt zu weit-)
      Möchte man aber eine noch strapazierfähigere Naht erhalten, ist die Overlockmaschine eine gute Wahl. Sie bildet durch ihre Vier-Faden-Naht eine sehr stabile und dennoch elastische Naht, welche bestens für elastische Kleidungsstücke geeignet ist. Weiterhin liegen sie flacher und mit dem richtigen Garn sind sie auf empfindlicher Haut nicht kratzig.
      Versteh mich nicht falsch, natürlich ist die Haute Couture, definitiv die hohe Kunst des Schneiderhandwerkes und ich schenke allen Schneidern und Schneiderinnen meine vollste Hochachtung. Ich gebe dir auch recht das gerade in Zeiten der „fast fashion“ ein mit der Hand verarbeitetes Kleidungsstück, die hohe Schule der Nähkunst ist.
      Dennoch ist diese Art des Nähens nicht optimal für beispielsweise einen Spielplatzbesuch geeignet.
      Allerdings kann ich die Aussage: „hochwertiges Nähen hat nichts mit Overlock zu tun“, nicht zu 100% unterschreiben. Denn jedes Kleidungsstück, welches ich fertige ist mit viel Zeitaufwand, liebe zum Detail und auch der ein oder anderen Handnaht entstanden. Auch wenn, dieses mit der Unterstützung einer Overlocknämaschine entstanden ist. Nicht jeder, der eine Overlock besitzt, ist automatisch ein Produzent industrieller Massenkonfektion.
      Weiterhin finde ich es nicht zeitgemäß, das Tragen von „Stretch-Kleidung“ als gewöhnlich zu bezeichnen.
      Denn auch in hochwertig und vor allen fair produzierenden Modeateliers findet man zunehmend elastische Stoffkreationen. Besonders in einer Zeit, wo sich das Rad (zum Glück) so schnell dreht und man nach alternativen Materialien forscht, welche Natur, Umwelt und Menschenleben schont, hat das überhaupt nichts mit Massenproduktion oder billig zu tun. Denn alles fair Produzierte kann nicht billig sein…

      Mein Fazit: Natürlich kann man mit einer modernen Nähmaschine elastische Stoffe verarbeiten, jedoch bringt eine Overlock einfach mehr Spaß (vielleicht auch, für manch einen Luxus – aufgrund der Anschaffungskosten) mit sich. 😉

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